Band 1 der Plumpsklo-Serie
Plumpsklo? Nein, danke!Der [un]nötige deutsche Istanbul-Reiseführer
Fünfzehn Jahre Istanbul, aus der Perspektive eines Almancı, der in beiden Welten zu Hause ist.
- Die Fehler und Kniffe aus fünfzehn Jahren in der Stadt
- Der Blick von beiden Seiten: Deutscher in Istanbul, Türke in Deutschland
Erscheint am 01. November 2026 · bei Amazon
Der beste Reiseführer nützt euch nichts, wenn der Pass zu Hause auf dem Tresen liegt. Deshalb hier ein paar wertvolle Punkte vorweg, ganz unabhängig vom Buch.
Pass abgelaufen, Versicherung vergessen, Koffer ohne Foto – das sind keine Kleinigkeiten, sobald ihr in Istanbul steht und es zu spät ist. Zwei Checklisten, je nachdem wie viel Zeit euch bleibt. Zum Abhaken – oder als PDF für unterwegs.
Checkliste 1
Reist ihr schon bald?
Die letzten Dinge, die in der Hektik gern untergehen.
-
Reisepass oder Personalausweis auf Gültigkeit checken – die Türkei ist bei deutschen Gästen großzügig, mit rund sechs Monaten Restgültigkeit seid ihr sicher.
-
Flug- und Hotelbestätigungen als PDF oder Screenshot griffbereit haben, zusätzlich an euch selbst mailen – falls Akku oder Netz mal ausfallen.
-
Falls die Airline es anbietet, jetzt schon einchecken – spart Zeit am Schalter, oft auch bessere Sitzplätze.
-
Falls noch nicht vorhanden: eine Auslandskrankenversicherung abschließen, geht meist in wenigen Minuten online.
-
Direkt vor der Abreise ein Bild vom gepackten Koffer machen. Klingt banal, hilft aber enorm, falls ihr ihn am Flughafen beschreiben müsst.
-
Powerbanks gehören ins Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer – lose Lithiumakkus sind im Frachtraum verboten.
-
eSIM bei Airalo oder Holafly einrichten – dann seid ihr direkt nach der Landung online, ohne am Flughafen-Stand anzustehen.
-
BiTaksi, Google Maps und Istanbul Senin installieren – die drei Apps, die ihr in der Stadt wirklich braucht.
-
Falls euer Hotel keinen eigenen Shuttle anbietet oder er zu teuer ist, lohnt sich ein fester, vorab gebuchter Transfer – kein Verhandeln am Taxistand, der Preis steht vorher fest.
Checkliste 2
Habt ihr noch etwas Zeit?
Was sich lohnt, bevor ihr die letzten Stunden vor der Abreise erreicht.
-
Ein Tracker für dreißig bis fünfzig Euro im Koffer zeigt euch im Ernstfall, wo er gerade steckt – eine kleine Investition, die im schlimmsten Fall enormen Stress erspart.
-
Sollte am Zielflughafen etwas fehlen: Der Lost-and-Found-Schalter liegt direkt in der Gepäckhalle, noch vor dem Zoll und dem Ausgang – gut zu wissen, bevor ihr in Eile seid.
-
Wer noch ein paar Tage Vorlauf hat, klärt das besser direkt bei der eigenen gesetzlichen Krankenkasse – oft ist der Schutz dort kostenlos inklusive, während eine separat abgeschlossene private Versicherung extra kostet.
-
Kurz vor der Reise die aktuelle Vorhersage checken. Und merkt euch: Regenschirme taugen in Istanbul wenig, der Wind vom Bosporus knickt sie zuverlässig um. Bei Regenwahrscheinlichkeit lieber ein Poncho oder eine Regenhaube einpacken, die stören den Wind nicht.
-
Bootstour, geführte Führung durch den Topkapı-Palast, Kochkurs – manche Aktivitäten sind zu bestimmten Uhrzeiten ausgebucht, gerade in der Hauptsaison. Wer schon weiß, worauf er Lust hat, bucht am besten vorab.
Worum es geht
Vorbereitung hat hier selten etwas mit Kontrolle zu tun.
Ich kenne Istanbul nun seit fünfzehn Jahren. Kaum gelandet, findet man sich in einer laut-dichten Welt wieder, die einen sofort in Beschlag nimmt – und mit der Zeit habe ich gelernt, dass Vorbereitung hier selten etwas mit Kontrolle zu tun hat, eher mit geliehener Zeit, die den Kopf sortiert.
Vieles, was ich über die Jahre notiert habe, steht in keinem klassischen Reiseführer. Nicht weil es geheim wäre, sondern weil es sich schwer katalogisieren lässt. Es waren nie die großen Sehenswürdigkeiten, sondern die kleinen Verschiebungen: die SIM-Karte im Handgepäck, die Steigung zwischen Unterkunft und Straßenbahn, die Dinge, die erst später Gewicht bekommen.
Meine Familie kommt aus der Türkei, aufgewachsen bin ich in Deutschland. In Istanbul nennen sie mich Almancı, in Deutschland bin ich der Türke – ich bin beides und keins von beidem, und genau das gibt mir einen Blick, den weder reine Touristenführer noch reine Insider-Tipps liefern.
Dieser Reiseführer ist der Versuch, das festzuhalten, ohne es in eine Ordnung zu zwingen, die am Ende alles glättet.
Einblick ins Buch
Drei Kapitel als Kostprobe.
Zu jedem gibt es hier eine ausführliche Kostprobe – der Rest steht im Buch.
- Kapitel
Unterwegs in Istanbul
Istanbulkart, Marmaray, M11 – und warum eine Karte für die Gruppe manchmal Geld kostet.
Kostprobe lesen - Kapitel
Der falsche Kurs
Warum der Flughafen die schlechtesten Kurse der Stadt hat und welcher Klick am Automaten fünf bis acht Prozent spart.
Kostprobe lesen - Kapitel
Moschee-Knigge – und das Plumpsklo
Was euch in Moscheen erwartet – bis hin zu der Tür, hinter der der Buchtitel beginnt.
Kostprobe lesen
Fragen & Antworten
Zwölf Dinge, die in den seltensten Reiseführern stehen.
Alles Weitere – die vollständigen Antworten, alle Kapitel – steht im Buch.
Warum verliere ich Geld am Geldautomaten, ohne es zu merken?
Der Automat fragt euch beim Abheben, ob er die Umrechnung selbst übernehmen soll. Wählt ihr „with conversion", zahlt ihr fünf bis acht Prozent drauf, ohne es zu merken – bei dreihundert Euro ist das ein komplettes Abendessen am Bosporus. Die richtige Antwort lautet immer „without conversion", dann gilt der Kurs eurer Hausbank, und der ist fast immer günstiger.
Warum zahle ich in der Marmaray manchmal mehr, als die Fahrt eigentlich kostet?
Bei der Marmaray und der Metrolinie M11 bucht das System beim Einsteigen zunächst den höheren Maximaltarif ab, obwohl eure Fahrt oft günstiger ist. Die Differenz holt ihr euch am Zielbahnhof an der İade Makinesi zurück, indem ihr die Karte dort noch einmal hinhaltet. Wer das nicht weiß, zahlt jedes Mal den vollen Satz, ohne es zu ahnen.
Warum will kein Taxi mich zum Çamlıca-Turm fahren?
Der Turm steht isoliert auf der asiatischen Seite, und für einen Fahrer von der europäischen Seite bedeutet die Fahrt den teuren Avrasya-Tunnel samt Maut und danach eine leere Rückfahrt, weil kaum jemand oben auf eine Fahrt zurück wartet. Für ihn ist das ein Verlustgeschäft, deshalb lehnt er ab, und das hat nichts mit euch zu tun. Der zuverlässige Weg führt über die Marmaray bis Üsküdar, von dort schalten die Taxis das Taxameter ohne Murren ein.
Gibt es einen Trick, mit dem ich im Basar bessere Preise bekomme?
Zwei kleine Gewohnheiten verändern spürbar, was Händler euch als ersten Preis nennen. Teilt euer Bargeld auf, den kleineren Teil griffbereit, den größeren versteckt, denn wer beim Bezahlen nur ein kleines Bündel zieht, wirkt weniger zahlungskräftig. Und so ungewöhnlich es klingt: Eine Sonnenbrille verändert die Dynamik, weil Händler an den Augen ablesen, wie sehr jemand ein Stück wirklich will.
Zahle ich als Doppelstaatler wirklich denselben Eintritt wie jeder Tourist?
Nein. Türkische Staatsbürger zahlen an vielen Kassen deutlich weniger als ausländische Besucher, und wer die doppelte Staatsangehörigkeit besitzt, kann das nutzen. Der türkische Ausweis lohnt sich an manchen Häusern spürbar, an anderen nicht – welche das genau sind und wie ihr das vorab klärt, zeige ich im Buch.
Kann ich einen Hotelpreis noch drücken, nachdem ich schon per WhatsApp verhandelt habe?
Oft ja. Auch bei einem bereits vereinbarten Preis lohnt sich am Ende des Gesprächs noch eine gezielte Frage, die kaum ein Tourist stellt. Bei mir wurden aus fünfundsechzig Euro so schon fünfundfünfzig – bei mehreren Nächten ein Betrag, der sich lohnt.
Woran erkenne ich das echte Sultanahmet-Köftecisi?
Gleich in der Nähe des Originals liegt ein zweiter Laden mit fast identischem Namen, und Touristen verwechseln beide ständig. Meine Empfehlung gilt ausdrücklich dem Tarihi, dem Original von 1920 – die genaue Adresse und den Weg dorthin findet ihr im Buch, damit ihr nicht am falschen Tisch landet.
Lohnt sich der Museum Pass Istanbul für die Hagia Sophia?
Nein, und das wissen die wenigsten. Der staatliche Museum Pass gilt für einen ganzen Kranz staatlicher Museen, aber weder für die Hagia Sophia noch für die Versunkene Zisterne. Ob sich der Pass für euch überhaupt lohnt, hängt davon ab, wie viele der eingeschlossenen Häuser ihr wirklich anlaufen wollt – im Buch zeige ich, ab wie vielen Stationen sich das rechnet.
Kann ich in Istanbul spontan Kleidung ändern oder Schmuck reparieren lassen?
Ja, und zwar günstiger und schneller, als die meisten erwarten. Wir bringen unseren Schmuck seit Jahren zu einem winzigen Juwelier, der die Stücke noch am selben Abend fertig hat, und auch Änderungen an Kleidung sind oft binnen eines Tages erledigt. Welche Adressen sich dafür wirklich bewährt haben, steht im Buch.
Darf ich als Nicht-Muslim die Toilette in einer Moschee benutzen?
Ja, das dürfen alle, nicht nur Gläubige – eine Sache, die die wenigsten wissen, aber im Alltag eine echte Erleichterung sein kann. Sie liegen meist im Untergeschoss oder seitlich vom Haupteingang, ausgeschildert mit Tuvalet oder WC.
Gibt es eine ruhigere Alternative zur überlaufenen Yerebatan-Zisterne?
Ja. Ein paar Minuten entfernt liegt die deutlich kleinere Şerefiye-Zisterne, die kaum ein Tourist kennt, obwohl sie genauso alt ist. Sie spielt einen ganz eigenen Trumpf aus – eine Lichtprojektion, die die berühmtere Nachbarin gar nicht bietet.
Kann ich freitags jederzeit in die Blaue Moschee oder die Hagia Sophia?
Nicht ganz. Die Türen bleiben geöffnet, aber rund um die Mittagszeit, je nach Jahreszeit zwischen etwa halb zwölf und halb zwei, ruht wegen des Freitagsgebets das Sightseeing – Besucher warten dann einfach draußen oder kommen etwas später wieder. Die genauen Zeiten variieren leicht übers Jahr, dazu mehr im Buch.
Alles Weitere steht im Buch.
Kein Reiseführer aus fremden Quellen zusammengetragen, sondern fünfzehn Jahre eigene Fehler und Erfahrung – mit den Insider-Tipps, die man erst nach Jahren in der Stadt wirklich kennt.
Erscheint am 01. November 2026 · bei Amazon
Erinnerung zum Erscheinen + Gratis-Checkliste
Tragt euch ein: Ihr bekommt sofort die Istanbul-Checkliste als PDF und eine kurze Nachricht, sobald der Reiseführer am 01.11.2026 erscheint.