Fünfzehn Jahre Istanbul, aus der Perspektive eines Almancı, der in beiden Welten zu Hause ist.
Der beste Reiseführer nützt euch nichts, wenn der Pass zu Hause auf dem Tresen liegt. Deshalb hier ein paar wertvolle Punkte vorweg, ganz unabhängig vom Buch.
Pass abgelaufen, Versicherung vergessen, Koffer ohne Foto – das sind keine Kleinigkeiten, sobald ihr in Istanbul steht und es zu spät ist. Zwei Checklisten, je nachdem wie viel Zeit euch bleibt.
Die letzten Dinge, die in der Hektik gern untergehen.
Was sich lohnt, bevor ihr die letzten Stunden vor der Abreise erreicht.
Ich kenne Istanbul nun seit fünfzehn Jahren. Kaum gelandet, findet man sich in einer laut-dichten Welt wieder, die einen sofort in Beschlag nimmt – und mit der Zeit habe ich gelernt, dass Vorbereitung hier selten etwas mit Kontrolle zu tun hat, eher mit geliehener Zeit, die den Kopf sortiert.
Vieles, was ich über die Jahre notiert habe, steht in keinem klassischen Reiseführer. Nicht weil es geheim wäre, sondern weil es sich schwer katalogisieren lässt. Es waren nie die großen Sehenswürdigkeiten, sondern die kleinen Verschiebungen: die SIM-Karte im Handgepäck, die Steigung zwischen Unterkunft und Straßenbahn, die Dinge, die erst später Gewicht bekommen.
Meine Familie kommt aus der Türkei, aufgewachsen bin ich in Deutschland. In Istanbul nennen sie mich Almancı, in Deutschland bin ich der Türke – ich bin beides und keins von beidem, und genau das gibt mir einen Blick, den weder reine Touristenführer noch reine Insider-Tipps liefern.
Dieser Reiseführer ist der Versuch, das festzuhalten, ohne es in eine Ordnung zu zwingen, die am Ende alles glättet.
Zwölf Dinge, die in den seltensten Reiseführern stehen.
Alles Weitere – die vollständigen Antworten, alle 37 Kapitel – steht im Buch.
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